Einige Anmerkungen zu der Finanzkrise

Samstag, 01. November 2008 von admin

Es gibt derzeit ein Thema, welches mehr denn jedes andere die Medien beherrscht – Die Finanzkrise. Kaum ein Blog, welches sich nicht diesem Thema widmet und fast immer finden sich auch unzählige Kommentare die einem Beitrag zustimmen, ablehnen oder gar eigene Ideen zur Lösung des Problems bieten.

Sehen wir einmal davon ab, wer nun eigentlich Schuld an der Misere ist und ob der Staat mit seinen Versprechungen die Wirtschaft retten kann – was in meinen Augen eh unsinnig ist, denn die Wirtschaft wird sich selbst retten da ein Konsumboykott über einen langen Zeitraum gar nicht durchzuhalten ist.

Aber betrachten wir einmal den wirklich „Ist“ Zustand der Wirtschaft. Der Konsum ist in fast allen Bereichen – außer bei der Grundversorgung – deutlich eingebrochen. So schildern unsere Kunden, dass seit etwa 3 Wochen so gut wie keine neuen Aufträge mehr an Land gezogen werden können. Auch die Folgeaufträge bei abgeschlossener Leistung, wie zum Beispiel bei einer Schlosserei die das Geländer fertiggestellt hat und auf einen weiteren Auftrag beim Kunden hofft, bleiben aus.

Zwar sind bei vielen mittelständischen Betrieben die Auftragsbücher noch gut gefüllt, dennoch blicken viele Inhaber derzeit etwas ängstlich auf die kommenden Monate.

Sollten weitere 3-4 Wochen so gut wie keine neuen Aufträge in den Büchern stehen, wird in diesem jahr die Kurzarbeit, schlimmstenfalls die Entlassung von Mitarbeitern über die Wintermonate deutlich früher einsetzen und auch länger anhalten.

Aufgrund der guten Auftragslage in den letzten 12 Monaten wurden viele Stellen neu besetzt und auch Mitarbeiter die nur für den kurzfristigen Einsatz im Betrieb eingestellt wurden in Lohn und Brot gehalten. Hier könnte die Kehrtwende also mit voller Wucht demnächst einschlagen und die derzeit düstere Stimmung am Markt weiter negativ beeinflussen.

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