China fordert CO2 Hilfe

Freitag, 19. Juni 2009 von admin

So langsam verschlägt es einem komplett die Sprache, wenn es um unsinnige Forderungen geht, die andere Länder auch an Deutschland stellen. Hinsichtlich der Co2 Reduzierung haben sich ja außer einigen westlichen Ländern kaum die Verursacher von Klimakillern dazu durchringen können verbindliche Aussagen hinsichtlich Luftverschmutzung oder Umweltverschmutzung im allgemeinen zu unterzeichnen.

Ganz im Gegenteil : Die durchgehende Meinung scheint ja zu sein, dass die Schwellenländer durchaus das Recht haben auch mal eine Weile die Luft, den Boden oder das Wasser zu verschmutzen, weil z.B. Deutschland dieses ja auch über Jahrzehnte exerziert hat.

Die Logik hinter dieser Aussage ist mir jedoch sehr befremdlich – dürfen wir auch mal einen Atomreaktor hochgehen lassen, weil Russland dieses ja auch durfte ?

Aber zurück zum eigentlichen Thema : China fordert nun – auch von Deutschland – dass die in China verursachten Klimaschäden von den Verursacherländern zu tragen sind. Der Verursacher ist natürlich nicht wie man meinen könnte der Erzeuger (also China), sondern der Verbraucher / Auftraggeber – also auch Deutschland.

Das Abnehmerland soll also für die Schäden aufkommen, die der Erzeuger verursacht. Mit Sicherheit wird es auch hier einige Jubelökos geben die dem voll und ganz zustimmen – mir jedoch platzt bei solchen Forderungen absolut der Kragen.

Wie sieht es denn in unserem Sektor – also Werkzeug und Maschinen eigentlich aus :

Hohe Auflagen der Regierung haben dazu geführt, dass lediglich noch hochwertige und teilweise auch in meinen Augen überteuerte Werkzeugmaschinen in Deutschland produziert werden. Umweltauflagen, geschlossene Stahlwerke die auch durch die Grünen in die Unwirtschaftlichkeit gedrängt wurden, höchste Lohn- und Lohnnebenkosten und viele weitere Faktoren haben dazu beigetragen, dass Maschinen im unteren und mittleren Preissegment nicht mehr in Deutschland hergestellt werden, da preislich keine Konkurrenzfähigkeit mehr besteht.

Letztendlich haben auch die ganzen Reglementierungen dazu geführt, das ca. 1 million möglicher Arbeitsplätze in Deutschland nicht mehr besetzt sind, da die Produktion z.B. in China ausgeführt wird.

Auf welche Kosten sollte auch jedermann bekannt sein. Kinderarbeit, kein Kündigungsschutz, keine Umweltauflagen, löhne von 20 € im Monat u.sw. gehören wie eine ordentliche Züchtigung bei schlechter Leistung durchaus zum dortigen Alltag.

Und nun, nachdem wir aufgrund von Dummheit einiger oberer komplette Industriezweige verloren haben, die durchaus erhaltenswert gewesen wären, soll mit unserem Steuergeld nun auch die Unfähigkeit der anderen bezahlt werden einen aktiven Klimaschutz zu betreiben.

Wie wäre es denn wenn China auch einmal anfangen wurde seinen Firmen vorzuschreiben unter welchen Voraussetzungen produziert werden darf. Filteranlagen in die Fabriken, Mindestlöhne und Abgaben für Krankenkassen und Rentenkassen. Strenge Auflagen welche Stoffe des Produktionsabfalls wie entsorgt werden müssen, anstatt Sie wie bisher einfach in die Flüsse zu leiten….

Das würde nämlich dazu führen, dass auch dort die Fertigungskosten deutlich ansteigen würden. Letztendlich die beste Voraussetzung die Umwelt zu schützen und langfristig eine Möglichkeit dass auch wir nicht mehr allen Billigschrott aus China kaufen müssen, weil es in ganz Europa keine alternativen Anbieter mehr gibt.

Umso höher die Produktionskosten im asiatischen Raum sind umso eher werden sich auch Investoren finden die wieder eine Möglichkeit sehen die Produkte in Deutschland oder Europa zu fertigen. Eigentlich müsste es jedem Recht sein, wenn durch diese Weise vor der eigenen Haustür wieder Arbeitsplätze entstehen aber ich bin mir sicher es werden sich genügend Politiker finden die der absurden Idee zustimmen die Chinesen noch für Ihre Umweltzerstörung zu belohnen anstatt die vielleicht letzte Chance nutzen um die Fertigung in die EU zurückzuholen.

Bleibt als Fazit die Erkenntnis, dass die deutschen Firmen wohl noch höher belastet werden – die Produktion und somit die Produkte noch teurer werden um die Exportquote am anderen Ende der Welt zu unterstützen.

Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich der ganzen Klimadebatte nichts abgewinnen kann – es bringt nichts wenn wir bei uns 1 Tonne CO2 vermeiden und damit die Industrie schwächen wenn anderswo gleichzeitig 100 Tonnen mehr in die Luft gepumpt werden ohne dass eine Lösung in Sicht ist.

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